Projekte

Schiff+Schiene

Neue Wege zur Verlagerung von Güterverkehr auf Schiff und Schiene

Projektübersicht:

Das Projekt „Neue Wege zur Verlagerung von Verkehr auf Schiff und Schiene“ läuft vom 01.06.2024 bis zum 31.05.2027 und adressiert eine zentrale Herausforderung der Logistik: die Verlagerung von Transporten von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger wie Binnenschiff und Schiene. Angesichts steigender Anforderungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen werden praxisnahe und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zunehmend wichtiger.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines KI-gestützten Dispositionstools, das Speditionsunternehmen dabei unterstützt, Transporte effizient auf alternative Verkehrsträger zu verlagern. Im Fokus stehen zunächst die stark frequentierten Korridore Duisburg–Rotterdam und Duisburg–Basel, die ein hohes Potenzial für intermodale Lösungen bieten.

Das Tool wird als Demonstrator konzipiert und soll Transporte bündeln, geeignete Transportketten vorschlagen sowie Nachhaltigkeitskennzahlen wie CO₂-Emissionen berechnen. Gleichzeitig berücksichtigt es wirtschaftliche Aspekte und Transportzeiten, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Das Projekt wird von einem Konsortium aus dem Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen, der Universität Duisburg-Essen, der SimulationsDienstleistungsZentrum GmbH sowie der AStrans Waggon und Transport umgesetzt. Der Verband bringt dabei seine Branchenexpertise ein und verfolgt das Ziel, eine anwendungsfreundliche Lösung zu entwickeln, die den Planungsaufwand reduziert und die Integration intermodaler Transporte in der Praxis erleichtert. Der VSL NRW begleitet seine Mitglieder aktiv bei der Umsetzung innovativer und nachhaltiger Logistiklösungen und fördert den Wissenstransfer zwischen Praxis und Forschung. Gleichzeitig stärkt er durch das Projekt seine Rolle als Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Branche hin zu zukunftsfähigen Transportkonzepten.

Das Projekt Schiff+Schiene befindet sich aktuell in der Halbzeit. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt derzeit auf der weiteren Ausarbeitung des Demonstrators. Im Fokus stehen dabei insbesondere eine KI-gestützte Routenoptimierung sowie die Weiterentwicklung der Menü- und Nutzerführung, um intermodale Verkehre praxisnah und anwenderfreundlich abzubilden.

Parallel dazu wird eine mögliche Kooperation mit Routescanner geprüft, die ein vergleichbares Tool entwickelt haben. Ziel der Gespräche ist es, potenzielle Synergieeffekte zu identifizieren und auszuloten, inwieweit bestehende Lösungen sinnvoll ergänzt oder integriert werden können. Entsprechende Termine zur Abstimmung sind bereits in Planung.

Darüber hinaus ist die Erstellung eines Projektfilms vorgesehen, der Inhalte, Zielsetzung und Fortschritt von Schiff+Schiene dokumentiert. Ein erster konzeptioneller Entwurf für ein Drehbuch steht noch aus und wird im weiteren Projektverlauf erarbeitet.

Schiff+Schiene
Fortschritt im Projekt 55%
„Aus unserer Sicht wird hier ein praxisnahes Werkzeug entwickelt, das Unternehmen im Alltag unterstützen kann und die Verlagerung auf Schiene und Schiff erleichtert.“
Max-Anton Schmirler
Geschäftsführer AStrans

Im Rahmen regelmäßiger Workshops bringen wir Expertinnen und Experten sowie Branchenvertreter zusammen, um das Dispositionstool gemeinsam weiterzuentwickeln. Durch den direkten Austausch mit der Praxis werden Anforderungen kontinuierlich geschärft und das Tool Schritt für Schritt verbessert. So stellen wir sicher, dass die Entwicklung eng an den Bedürfnissen der Anwender ausgerichtet bleibt.

In regelmäßigen internen Projekttreffen stimmen sich alle Partner eng zum aktuellen Entwicklungsstand ab und koordinieren die nächsten Arbeitsschritte. Dabei werden Ergebnisse aus der technischen Entwicklung, der Forschung und der praktischen Anwendung zusammengeführt und gemeinsam bewertet. So entsteht ein kontinuierlicher Abstimmungsprozess, der eine zielgerichtete Weiterentwicklung des Dispositionstools ermöglicht und sicherstellt, dass alle Projektbausteine ineinandergreifen.

Projektstart, von links nach rechts - Mathias Bös (SDZ), Oliver Krischer (Verkehrsminister NRW), Prof. Dr. Ostrowski (VSL NRW), Max Schmirler (AStrans), Oskar Maslowski (VSL NRW)

Bei Fragen wenden sie sich gerne an:

Oskar Maslowski

Projektmanager
Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V.

Engelbertstraße 11
40233 Düsseldorf

Tel: 0211/738 58 85

Milan Vollack

Projektmanager
Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V.

Engelbertstraße 11
40233 Düsseldorf

Tel: 0211/738 58 36

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.