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MoTeNa

MODERNE TECHNIK FÜR EIN NACHHALTIGKEITS-MANAGEMENT FÜR KMU IN DER LOGISTIK

Projektübersicht:

Das Innovationsprojekt „Moderne Technik für ein Nachhaltigkeitsmanagement für KMU in der Logistik“ (MoTeNa) läuft vom 01.07.2024 bis zum 30.06.2027. Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Logistikbranche bei der effizienten Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit zu unterstützen und gleichzeitig wirtschaftliche Potenziale zu erschließen.

Ausgangspunkt des Projekts ist die Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die seit 2024 schrittweise in Kraft tritt. Diese verpflichtet zunächst große kapitalmarktorientierte Unternehmen zur umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Seitdem sind auch KMU zunehmend indirekt betroffen, da sie als Teil von Lieferketten relevante Nachhaltigkeitsdaten an berichtspflichtige Großunternehmen übermitteln müssen.

Ab dem Berichtsjahr 2026 (für viele KMU mit kapitalmarktorientierter Ausrichtung) erweitert sich die Berichtspflicht perspektivisch auch auf kleinere Unternehmen. Parallel dazu gewinnen die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als verbindlicher Berichtsrahmen an Bedeutung. Diese Entwicklungen führen insbesondere in der mittelständisch geprägten Logistikbranche zu erheblichen Herausforderungen: begrenzte personelle Ressourcen, fehlende standardisierte Datengrundlagen und hohe Komplexität der regulatorischen Anforderungen.

Vor diesem Hintergrund verfolgt MoTeNa einen zweigleisigen Ansatz. Erstens wird untersucht, wie KMU ihre Berichtspflichten effizient, digital gestützt und ressourcenschonend erfüllen können. Zweitens wird analysiert, inwiefern die erhobenen Nachhaltigkeitsdaten nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllen, sondern auch als strategisches Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden können, beispielsweise durch optimierte Routenplanung, Energieeinsparungen oder transparente CO₂-Bilanzen.

Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Integration moderner digitaler Technologien, darunter datengetriebene Plattformlösungen sowie KI gestützte Auswertungen. Ziel ist es, den Aufwand der Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich zu reduzieren und gleichzeitig konkrete Ansatzpunkte zur Emissionsminderung zu identifizieren. Nachhaltigkeit wird dadurch von einer reinen Berichtspflicht zu einem operativen Steuerungsinstrument weiterentwickelt.

Im Rahmen der Forschungsarbeit werden prototypische Systemlösungen entwickelt und praxisnah erprobt. Für kleine und mittlere Speditionsunternehmen, insbesondere in Nordrhein Westfalen, umfasst die Unterstützung einen Demonstrator zur technischen und organisatorischen Umsetzung der Berichterstattung sowie die Entwicklung und Bewertung konkreter Maßnahmen zur CO2 Reduktion, etwa durch Effizienzsteigerungen, alternative Antriebe und datenbasierte Entscheidungsunterstützung.

Das Projekt MoTeNa befindet sich aktuell in der Halbzeit. In der laufenden Phase werden durch das SDZ derzeit Daten von Stahl Express Franke ausgewertet. Im Zuge der Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden dabei relevante Nachhaltigkeitsaspekte gezielt gebündelt und priorisiert, sodass der Fokus auf zentralen Kennzahlen wie CO₂-Emissionen, Energieverbrauch, Ressourceneffizienz sowie Emissionen entlang der Wertschöpfungskette liegt,  insbesondere im Rahmen der aktuellen Datenauswertung von Frau Franke. Parallel dazu wird der Demonstrator technisch weiterentwickelt und optimiert.

Im Fokus stehen dabei weitere Verbesserungen in Form eines Updates beziehungsweise eines Mock-ups, um Funktionalität und Nutzerführung gezielt zu schärfen. Ziel bleibt die Entwicklung einer automatisierten Berichterstattung für kleine und mittlere Unternehmen, die praxisnah einsetzbar ist und den administrativen Aufwand reduziert.

MoTeNa
Fortschritt im Projekt 55%

Um den Demonstrator kontinuierlich zu verbessern und praxisnah weiterzuentwickeln, organisieren wir im Projekt MoTeNa regelmäßig Beiratssitzungen. In diesen Treffen kommen Expertinnen und Experten aus der Logistikbranche zusammen, um ihre Erfahrungen einzubringen und gezielt Impulse für die Weiterentwicklung zu geben.

Der Austausch im Beirat stellt sicher, dass die entwickelten Lösungen den tatsächlichen Bedürfnissen der Praxis entsprechen und aktuelle Entwicklungen frühzeitig berücksichtigt werden. Bisher fanden drei Beiratssitzungen statt. Der Inhalt der dritten Sitzung (12. November 2025) umfasste folgende Punkte:

  • Präsentation des aktuellen Demonstrators und seiner Funktionen
  • Fokus auf KI und Datenmanagement
  • Diskussion zur KI-gestützten Erstellung von Berichten (inkl. Prompts)
  • Austausch zu regulatorischen Anforderungen und Standards
  • Bedeutung von Datenschutz und Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten

Im Rahmen bislang fünf durchgeführter Projekttreffen konnten die Projektpartner den aktuellen Stand der Arbeiten regelmäßig abstimmen und zentrale Fortschritte gemeinsam bewerten. Dabei wurden sowohl inhaltliche als auch organisatorische Aspekte diskutiert, offene Fragestellungen geklärt und nächste Schritte koordiniert.

Die Treffen dienten zudem dem kontinuierlichen Austausch zu fachlichen Entwicklungen sowie der Weiterentwicklung gemeinsamer Ansätze. Auf dieser Grundlage konnten wichtige Impulse für den weiteren Projektverlauf gesetzt und die Zusammenarbeit zwischen den Partnern weiter gestärkt werden.

Bei fragen wenden sie sich gerne an:

Milan Vollack

Projektmanager
Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V.

Engelbertstraße 11
40233 Düsseldorf

Tel: 0211/738 58 36

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union