MOTENA – MODERNE TECHNIK FÜR EIN NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT FÜR KMU IN DER LOGISTIK
Am 15.08.2024 fand das erste Meeting zum Projekt MoTeNa (Moderne Technik für ein Nachhaltigkeitsmanagement für KMU in der Logistik) im Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen statt. Das Projekt wird von einem Konsortium aus vier Partnern umgesetzt (Universität Duisburg-Essen, Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V., SimulationsDienstleistungsZentrum GmbH und Stahl-Express Franke GmbH).
Hintergrund ist die neue Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), mit der die EU zukünftig weitaus mehr Unternehmen als bisher zu einer Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Zudem gibt es neue Vorschriften, die gestaffelt in Kraft treten:
ab dem 1. Januar 2025:
Große Unternehmen, die bereits unter die NFRD fallen (Bericht über das Jahr 2024)
ab dem 1. Januar 2026:
Alle anderen großen Unternehmen, auf die zwei der drei folgenden Kriterien zutreffen:
Umsatz über 40 Mio. Euro
Bilanzsumme über 20 Mio. Euro
Mehr als 250 Mitarbeitende
ab dem 1. Januar 2027:
Börsennotierte KMU
ab 2029
Drittstaatenunternehmen mit Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in der EU, wenn sie über 150 Mio. Euro Umsatz in der EU erzielen.
Unabhängig von den zukünftigen Regeln und Vorschriften kann eine verbesserte Nachhaltigkeitsberichterstattung Speditionen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Immer mehr Kunden und Auftraggeber legen Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte und bevorzugen Unternehmen, die ihre Umwelt- und Sozialleistungen transparent darstellen können. Zudem wird die Wahl der Unternehmen auf Spediteure fallen, die Transporte mit einer möglichst günstigen Klimabilanz durchführen.
In dem Forschungsprojekt sollen deshalb im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichtserstellung Systemlösungen praxisnah und auf einem hohen digitalen Niveau überprüft und erprobt werden. Kleine und mittlere Speditionsunternehmen in NRW sollen dabei auf zweierlei Art Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Probleme bekommen:
Mit Hilfe moderner Technik sollen CO2-Emissionen bei den Logistikdienstleistern deutlich gesenkt werden. Durch die Anforderungen neuer EU-Vorgaben bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung kann dies nun auch wirtschaftlich von Vorteil sein.
Die Unternehmen brauchen technische und organisatorische Unterstützung bei der Implementierung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung. In dem Projekt wird dazu ein Tool entwickelt.
Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und begann offiziell am 1. Juli 2024. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2027. Wir werden Sie regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.
Sollten Sie daran interessiert sein, Ihre Erfahrungen und Ihr Fachwissen in diesen Bereichen einzubringen, laden wir Sie herzlich ein, mit uns in Kontakt zu treten.
Ansprechpartner: Milan Vollack
E-Mail: milan.vollack@vsl-nrw.de
Tel: 0211/738 58 36
Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union