Der Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen hat Vertreterinnen und Vertreter der Luftfrachtbranche zum Luftfrachtkreis Köln im Leonardo Royal Hotel am Flughafen Köln/Bonn eingeladen.
Besonders begrüßt wurden Cenk Özöztürk, Geschäftsführer des Flughafens Köln/Bonn, sowie Christina Krauth und Katja Cornelius vom Hauptzollamt. Gemeinsam mit den teilnehmenden Mitgliedsunternehmen wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Luftfracht intensiv beleuchtet.
Ziel des Luftfrachtkreises ist es, die Anliegen der Speditionen zu bündeln, den direkten Austausch mit relevanten Akteuren zu ermöglichen und ein tragfähiges Netzwerk zwischen den Beteiligten zu fördern.
Die Veranstaltung wurde von Dr. Rüdiger Ostrowski (Vorstand VSL NRW) sowie dem Vorsitzenden der Luftfrachtspediteure, Herrn Steckel, moderiert.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen zunächst die aktuellen Entwicklungen im Bereich Zoll und E-Commerce. Thematisiert wurde die zum 1. Juli 2026 in Kraft tretende EU-Regelung, nach der für E-Commerce-Sendungen aus Drittstaaten mit einem Warenwert unter 150 Euro eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro je Warenkategorie erhoben wird. Die Auswirkungen auf internationale Warenströme und den Online-Handel werden branchenweit aufmerksam beobachtet.
Auch die Weiterentwicklung der Luftfracht am Flughafen Köln/Bonn wurde ausführlich diskutiert. Im Fokus stand dabei das Air Cargo Center, das seit rund einem halben Jahr von FIEGE betrieben wird. Cenk Özöztürk unterstrich die zunehmende Bedeutung der Luftfracht für den Standort und verwies auf die strategische Weiterentwicklung im Rahmen des „Masterplan Fracht“. Derzeit befinde man sich in Phase 2, in der insbesondere die infrastrukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen werden sollen.
In der Diskussion wurde deutlich, dass neben infrastrukturellen Fragen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Standorts sind. Tobias Lyssy (Flughafen Köln/Bonn) hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Verkehrsrechte hervor und sprach sich für eine stärkere politische Begleitung sowie ein aktives Lobbying aus, um zusätzliche Flugbewegungen zu allokieren und das Geschäftsfeld Luftfracht weiter auszubauen.
Der VSL NRW begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich und spricht sich für ein koordiniertes, partnerschaftliches Zusammenwirken aller relevanten Akteure aus, um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfrachtstandorts nachhaltig zu stärken.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsamer Austausch im Rahmen eines Networking-Formats bei Fingerfood.
Der VSL NRW dankt allen teilnehmenden Unternehmen, dem Flughafen Köln/Bonn sowie dem Hauptzollamt für den konstruktiven Dialog und die offenen Beiträge.